Proteste: Maskenball statt Corona-Leugner

27. November 2020

Solidarität statt Rücksichtslosigkeit – Maskenball statt Corona-Leugner

Demonstration des Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)

Ort: Bahnhof Frankfurt (Oder)

Datum/Uhrzeit: 28.11. 12:30 Uhr

Weltweit bedroht das Coronavirus Menschen und die Gesundheitssysteme. Es werden weltweit Maßnahmen ergriffen, um die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen und die Folgen der Eindämmungsmaßnahmen abzumildern. Wir sind solidarisch mit den Menschen, die zu den Risikogruppen gehören. Wir sind solidarisch mit den Beschäftigten, die im Krankenhaus jeden Tag um die Gesundheit aller Covid19-Patient*innen kämpfen. Wir sind solidarisch mit denjenigen, deren Existenz durch die Einschränkungen bedroht ist. Die sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen sind enorm – in Polen, in Deutschland, genauso wie in vielen anderen Ländern der Welt. Gerade deshalb braucht es Solidarität, die über unsere Grenzen hinausreicht!

Wir tragen Masken, denn sie schützt uns und unsere Mitmenschen. Wir halten Abstand, denn wir wollen helfen, das Virus einzudämmen. Die Mehrheit der Bürger*innen in Frankfurt (Oder) und Słubice und weltweit zeigen jeden Tag dieses solidarische Verhalten und unterstützen im Grundsatz die ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen der Staaten.

Die Corona-Pandemie verlangt uns allen viel ab. Aber unsere Antwort sollte Solidarität lauten. Wir sagen Nein! zu Angstmacherei, Falschbehauptungen, Rücksichtslosigkeit und Verschwörungsmythen. Wir sagen Nein! zu Antisemitismus, der Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus und zur Verharmlosung von Diktaturen, die sich mit Kritik an den Maßnahmen verbinden. Die Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice darf nicht als Kulisse missbraucht werden von Menschen, die die Maßnahmen kritisieren und gemeinsam mit Reichsbürger*innen und Rechtsextremist*innen auf unseren Straßen laufen.

Freiheit ist kein Recht auf Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschen, die unsere Rücksicht und Solidarität brauchen.

Deshalb rufen wir unter dem Motto „Solidarität statt Rücksichtslosigkeit – Maskenball statt Corona-Leugner!“ zur Demonstration am Samstag den 28.11.2020 12:30 Bahnhof Frankfurt (Oder) auf.

Wir möchten sicher und solidarisch demonstrieren. Tragt Maske und haltet Abstand!
Es soll des Weiteren eine deutsch-polnische Awarenessgruppe geben.
Auch arbeiten wir noch an einer polnische Übersetzung, meldet euch gerne bei uns.

Rede OdF Gedenken 2020

15. September 2020

Vor 75 Jahren wurde zum ersten Mal mit einem gesamtdeutschen Gedenktag der Opfer und der Verfolgten des Naziregimes gedacht.

Dass wir uns heute zusammenfinden, regt zum Bedenken der Frage an, weshalb noch immer bewusst Menschen an die Opfer und Verfolgten des deutschen Faschismus erinnern und stets erneut mahnen, das Vermächtnis des deutschen antifaschistischen Widerstands zu bewahren.
Nicht starrsinniges Beharrungsvermögen führt uns hier zusammen, sondern der brennende Wunsch, Faschismus und Krieg mögen für alle Zeiten ausgemerzt sein, weil wir wissen, dass nur im Frieden menschliches Zusammenleben gewährleistet ist. Rede OdF Gedenken 2020 weiterlesen »

Termine September 2020

1. September 2020

Dienstag, 1. September 2020
WELTFRIEDENSTAG

Friedensweg
17:00 Uhr Friedensstele, Am Anger
17:30 Uhr Marienkirche
18:00 Uhr Słubice, Fußgängerzone
18:30 Uhr Friedensglocke
Veranstalter: Friedensnetz

Sonntag, 13. September 2020
Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung

10:00 Uhr
Mahnmal für die Opfer des Faschismus
Frankfurt (Oder), Rosa-Luxemburg-Straße
Veranstalter: BdA Frankfurt (Oder)

Der „Sturm auf Berlin“

31. August 2020

Historisch war der „Sturm auf Berlin“ der letzte Schritt der militärischen Zerschlagung des Faschismus in Europa. Am Ende stand am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands. Diesmal versammelten sich am Wochenende zehntausende Menschen zu einer Corona-Demonstration und kündigten einen „Sturm auf Berlin“ an. Neonazis und Reichsbürger riefen bereits zur „Entscheidungsschlacht“ auf und zeigten mit ihrer Gewalt gegen Polizisten und dem Angriff auf das ihnen verhasste Symbol des deutschen Parlamentarismus, den Bundestag, dass ihre Ankündigungen nicht nur leere Phrasen waren. Der „Sturm auf Berlin“ weiterlesen »

Gemeinnützigkeit eine Frage der politischen Gesinnung

25. August 2020

Dank umfangreicher Bemühungen des Rechercheportals Frag den Staat kam Ende letzter Woche ans Licht, dass der Entzug der Gemeinnützigkeit von attac letztlich auf Druck des damals CDU-geführten Bundesfinanzministeriums erfolgte. Dieser Druck sorgte in letzter Minute dafür, dass das Hessische Finanzministerium entgegen der eigenen Überzeugung Beschwerde gegen die positive Entscheidung des Hessischen Finanzgerichtes beim Bundesfinanzhof einlegte. Gemeinnützigkeit eine Frage der politischen Gesinnung weiterlesen »

Gedenkveranstaltung und Mahnwache am Hiroshimatag

5. August 2020

Atomwaffen abschaffen – bevor sie uns abschaffen! Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen – jetzt!

Zu einer Gedenkveranstaltung am Hiroshimatag, dem 06. August, um 17 Uhr in der Frankfurter Marienkirche, lädt das Friedensnetz Frankfurt (Oder) Bürgerinnen und Bürger aus nah und fern herzlich ein. Gedacht wird der über 200.000 Todesopfer der Atombombenabwürfe der USA aufHiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren. Mit Appell, Animation, Aktion, Lesung mit Carmen Winter und Liedern mit Thomas Strauch wird das Gedenken gestaltet.

Mit einem anschließenden Friedensweg zur Friedensglocke, einem Friedensgebet und dem Glockengeläut, wird der Opfer gedacht und der Forderung nach Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch Deutschland Nachdruck verliehen.

Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Die Opfer mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Von den ca. 15.000 Atomwaffen weltweit sind 1800 ständig einsatzbereit. Im Atomwaffenlager Büchel in der Eifel lagern bis zu 20 US-Atombomben, die nicht abgerüstet, sondern durch neue Atomwaffen vom Typ B61 ersetzt werden sollen.

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar befürworten 92 Prozent aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger (93% der 14- bis 29-Jährigen und 99% der 30- bis 39-Jährigen) die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages, der Produktion, Test, Erwerb, Stationierung und den Einsatz von Kernwaffen verbietet.

Das Friedensnetz wird am Hiroshimatag schon von 14 – 16 Uhr eine Mahnwache auf dem Brunnenplatz durchführen und für aktives Mitgestalten einer Welt des Friedens und nuklearer Abrüstung werben.

Es gilt Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben, endlich den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen. Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern, des Friedenswillens und des zivilen Widerstandes können bei der Mahnwache Kraniche für die große Menschenketten-Aktion am 6. August 2021 gefaltet werden. Zur Mahnwache sind alle herzlich eingeladen.

Friedensnetz Frankfurt (Oder)

Termine August 2020

5. August 2020

Donnerstag, 6. August 2020
HIROSHIMA-TAG
14:00 Uhr Mahnwache Brunnenplatz
17:00 Uhr St.-Marien-Kirche Gedenkveranstaltung
Lesung: Carmen Winter
Lieder: Thomas Strauch
anschließend: Friedensweg zur Friedensglocke Geläut
Veranstalter: Friedensnetz

Dienstag, 18. August 2020, 16:00 Uhr
Thälmann-Hain Frankfurt (Oder)
Thälmann-Ehrung zum Gedenken an seine Ermordung am 18. August 1944 im KZ Buchennwald
Veranstalter: KPD

Ausstellung „Erinnerung an die Zukunft“ 17. Juli bis 4. September 2020

14. Juli 2020

Hiroshima und Nagasaki sind Synonyme, die für Tod und Verderben stehen. 75 Jahre ist es her, als US-Atombombenabwürfe in beiden japanischen Städten über 200.000 Menschen tötete und verstümmelte. Jahrzehnte später wurden Menschen in Tschernobyl und Fukushima durch Reaktorkatastrophen betroffen. Für alle vier Namen steht unvorstellbares Leid, das für Generationen von Strahlenopfern nie zu Ende geht. Ausstellung „Erinnerung an die Zukunft“ 17. Juli bis 4. September 2020 weiterlesen »

„NSU 2.0“ und „Todeslisten“: es reicht!

14. Juli 2020

In den vergangenen Tagen gingen bei den LINKEN-Politikerinnen Martina Renner, Anne Helm, Evrim Sommer und Janine Wissler Morddrohungen ein – teils unterzeichnet mit dem Kürzel „NSU 2.0“. Gleichzeitig verschickt das Berliner LKA Briefe an Antifaschist*innen, die sich auf einer seit 2012 kursierenden, „Todesliste“ Berliner Neonazis befinden. Unter ihnen befinden sich Nachkommen von Opfern und Widerstandskämpfer*innen des Nationalsozialismus. Auch sie erfahren in Berlin erst nach Jahren schlampiger „Ermittlungsarbeit“ von der Bedrohung für Leib und Leben. Tenor der Briefe, die sie nun von der Ermittlungsgruppe „Fokus“ erhalten: sie sollen sich nicht allzu viel Sorge machen, die Lage wäre nicht wirklich gravierend. Diese völlig empathiefreien Schreiben wirken auf die Betroffenen zynisch. „NSU 2.0“ und „Todeslisten“: es reicht! weiterlesen »

Ehrenvorsitzender der VVN-BdA Heinrich Fink im Alter von 85 Jahren verstorben

2. Juli 2020

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenvorsitzenden Heinrich Fink.

Er wirkte von November 2003 bis Mai 2014 als Vorsitzender der aus West und Ost zusammengeschlossenen antifaschistischen Verbände – und war auf beiden Seiten hoch geschätzt.

Heinrich Fink vereinigt in seiner persönlichen und beruflichen Biographie zentrale Zäsuren der deutschen Geschichte. Geboren 1935 in einer deutschen Siedlung in der Sowjetunion wurde seine Familie von den Nazis „heim ins Reich“ geholt und zuerst im okkupierten Polen angesiedelt, das Kriegsende erlebte er in Brandenburg. Als Kind einer Bauernfamilie nutzte er die Möglichkeiten, die die DDR bot, und studierte von 1954 bis 1960 Theologie an der Humboldt-Universität (HUB). Im Blick auf die „Frontstadt Berlin“ entschied er sich bewusst für die DDR. Ehrenvorsitzender der VVN-BdA Heinrich Fink im Alter von 85 Jahren verstorben weiterlesen »

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