Gedenkveranstaltung und Mahnwache am Hiroshimatag

5. August 2020

Atomwaffen abschaffen – bevor sie uns abschaffen! Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen – jetzt!

Zu einer Gedenkveranstaltung am Hiroshimatag, dem 06. August, um 17 Uhr in der Frankfurter Marienkirche, lädt das Friedensnetz Frankfurt (Oder) Bürgerinnen und Bürger aus nah und fern herzlich ein. Gedacht wird der über 200.000 Todesopfer der Atombombenabwürfe der USA aufHiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren. Mit Appell, Animation, Aktion, Lesung mit Carmen Winter und Liedern mit Thomas Strauch wird das Gedenken gestaltet.

Mit einem anschließenden Friedensweg zur Friedensglocke, einem Friedensgebet und dem Glockengeläut, wird der Opfer gedacht und der Forderung nach Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch Deutschland Nachdruck verliehen.

Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Die Opfer mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Von den ca. 15.000 Atomwaffen weltweit sind 1800 ständig einsatzbereit. Im Atomwaffenlager Büchel in der Eifel lagern bis zu 20 US-Atombomben, die nicht abgerüstet, sondern durch neue Atomwaffen vom Typ B61 ersetzt werden sollen.

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar befürworten 92 Prozent aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger (93% der 14- bis 29-Jährigen und 99% der 30- bis 39-Jährigen) die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages, der Produktion, Test, Erwerb, Stationierung und den Einsatz von Kernwaffen verbietet.

Das Friedensnetz wird am Hiroshimatag schon von 14 – 16 Uhr eine Mahnwache auf dem Brunnenplatz durchführen und für aktives Mitgestalten einer Welt des Friedens und nuklearer Abrüstung werben.

Es gilt Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben, endlich den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen. Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern, des Friedenswillens und des zivilen Widerstandes können bei der Mahnwache Kraniche für die große Menschenketten-Aktion am 6. August 2021 gefaltet werden. Zur Mahnwache sind alle herzlich eingeladen.

Friedensnetz Frankfurt (Oder)

Termine August 2020

5. August 2020

Donnerstag, 6. August 2020
HIROSHIMA-TAG
14:00 Uhr Mahnwache Brunnenplatz
17:00 Uhr St.-Marien-Kirche Gedenkveranstaltung
Lesung: Carmen Winter
Lieder: Thomas Strauch
anschließend: Friedensweg zur Friedensglocke Geläut
Veranstalter: Friedensnetz

Dienstag, 18. August 2020, 16:00 Uhr
Thälmann-Hain Frankfurt (Oder)
Thälmann-Ehrung zum Gedenken an seine Ermordung am 18. August 1944 im KZ Buchennwald
Veranstalter: KPD

Ausstellung „Erinnerung an die Zukunft“ 17. Juli bis 4. September 2020

14. Juli 2020

Hiroshima und Nagasaki sind Synonyme, die für Tod und Verderben stehen. 75 Jahre ist es her, als US-Atombombenabwürfe in beiden japanischen Städten über 200.000 Menschen tötete und verstümmelte. Jahrzehnte später wurden Menschen in Tschernobyl und Fukushima durch Reaktorkatastrophen betroffen. Für alle vier Namen steht unvorstellbares Leid, das für Generationen von Strahlenopfern nie zu Ende geht. Ausstellung „Erinnerung an die Zukunft“ 17. Juli bis 4. September 2020 weiterlesen »

„NSU 2.0“ und „Todeslisten“: es reicht!

14. Juli 2020

In den vergangenen Tagen gingen bei den LINKEN-Politikerinnen Martina Renner, Anne Helm, Evrim Sommer und Janine Wissler Morddrohungen ein – teils unterzeichnet mit dem Kürzel „NSU 2.0“. Gleichzeitig verschickt das Berliner LKA Briefe an Antifaschist*innen, die sich auf einer seit 2012 kursierenden, „Todesliste“ Berliner Neonazis befinden. Unter ihnen befinden sich Nachkommen von Opfern und Widerstandskämpfer*innen des Nationalsozialismus. Auch sie erfahren in Berlin erst nach Jahren schlampiger „Ermittlungsarbeit“ von der Bedrohung für Leib und Leben. Tenor der Briefe, die sie nun von der Ermittlungsgruppe „Fokus“ erhalten: sie sollen sich nicht allzu viel Sorge machen, die Lage wäre nicht wirklich gravierend. Diese völlig empathiefreien Schreiben wirken auf die Betroffenen zynisch. „NSU 2.0“ und „Todeslisten“: es reicht! weiterlesen »

Ehrenvorsitzender der VVN-BdA Heinrich Fink im Alter von 85 Jahren verstorben

2. Juli 2020

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenvorsitzenden Heinrich Fink.

Er wirkte von November 2003 bis Mai 2014 als Vorsitzender der aus West und Ost zusammengeschlossenen antifaschistischen Verbände – und war auf beiden Seiten hoch geschätzt.

Heinrich Fink vereinigt in seiner persönlichen und beruflichen Biographie zentrale Zäsuren der deutschen Geschichte. Geboren 1935 in einer deutschen Siedlung in der Sowjetunion wurde seine Familie von den Nazis „heim ins Reich“ geholt und zuerst im okkupierten Polen angesiedelt, das Kriegsende erlebte er in Brandenburg. Als Kind einer Bauernfamilie nutzte er die Möglichkeiten, die die DDR bot, und studierte von 1954 bis 1960 Theologie an der Humboldt-Universität (HUB). Im Blick auf die „Frontstadt Berlin“ entschied er sich bewusst für die DDR. Ehrenvorsitzender der VVN-BdA Heinrich Fink im Alter von 85 Jahren verstorben weiterlesen »

Bundesregierung hebelt demokratische Minimalstandards aus!

22. Mai 2020

Der Bundesregierung ist die Diffamierung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) wichtiger als ihre Informationspflicht gegenüber dem Bundestag. Dies muss man aus ihren Antworten auf eine umfangreiche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE schließen (Drucksache 19/17233), mit der diese die Position der Bundesregierung zum Entzug der Gemeinnützigkeit des Verbandes erkunden wollte. Bundesregierung hebelt demokratische Minimalstandards aus! weiterlesen »

Petition „8. Mai zum Feiertag machen!“ erreicht über 50.000 Unterschriften – Kampagne geht in die nächste Phase

20. April 2020

Die Petition „8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ (www.change.org/8mai) initiiert durch die VVN-BdA und Esther Bejarano hat in weniger als 2 Wochen über 50.000 Unterschriften gesammelt. Dieser Forderung haben sich weitere Überlebende angeschlossen. Zu ihnen gehört auch Peggy Parnass. Sie hofft mit Blick auf die Forderung den 8. Mai zu einem Feiertag zu machen: Petition „8. Mai zum Feiertag machen!“ erreicht über 50.000 Unterschriften – Kampagne geht in die nächste Phase weiterlesen »

FIR ruft auf zum symbolischen und „virtuellen Gedenken“

17. April 2020

Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie in ganz Europa hat sich nun bestätigt, was die Veteranenverbände und Antifaschisten heutiger Generationen befürchtet haben – sämtliche öffentlichen Gedenk- und Erinnerungsfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager und der okkupierten Länder vom Faschismus sind abgesagt worden. FIR ruft auf zum symbolischen und „virtuellen Gedenken“ weiterlesen »

Unterschriftensammlung „Den 8. Mai zum Feiertag machen!“ gestartet

8. April 2020

Unterschriftensammlung „Den 8. Mai zum Feiertag machen!“ gestartet

Esther Bejarano und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) starteten heute eine Unterschriftensammlung und eine Social Media Kampagne mit dem Ziel den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus zum Feiertag zu machen.

75 Jahre nach dem wichtigsten Tag des 20. Jahrhunderts ist es an der Zeit und auch bitter notwendig endlich konsequent Lehren aus den Verbrechen des NS-Regimes zu ziehen. Ein gesetzlicher Feiertag würde dies symbolisieren und könnte Ausgangspunkt für entsprechendes politisches Handeln sein.

Die Petition ist erreichbar unter change.org/8Mai Unterschriftensammlung „Den 8. Mai zum Feiertag machen!“ gestartet weiterlesen »

Erklärung der Landesverbände Berlin und Brandenburg der VVN-BdA zur aktuellen Corona-Krise

1. April 2020

Erklärung der Landesverbände Berlin und Brandenburg der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) zur aktuellen Corona-Krise

Mit Bedauern nehmen die VVN-BdA Brandenburg und die Berliner VVN-BdA zur Kenntnis, dass in der aktuellen Situation die Feiern anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der in Brandenburg gelegenen Konzentrations- und Zwangsarbeitslager abgesagt werden müssen. Wir können diese Entscheidung nachvollziehen, gilt es doch das Leben der wenigen noch lebenden Zeitzeugen und ihrer oft betagten Angehörigen zu schützen und eine Weiterverbreitung des Virus auf Großveranstaltungen zu verhindern. Erklärung der Landesverbände Berlin und Brandenburg der VVN-BdA zur aktuellen Corona-Krise weiterlesen »

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